Was ist Print-on-Demand?

Erstellen einer druckfertigen PDF
Mensch am Laptop mit geöffnetem Grafikprogramm

Erstellen einer druckfertigen PDF

Warum eigentlich PDF?

Das Portable Document Format (kurz PDF) ist ein plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Es ist unabhängig vom ursprünglichen Anwendungsprogramm, vom Betriebssystem sowie der Hardwareplattform und kann jederzeit originalgetreu wiedergegeben werden.

PDF ist nicht gleich PDF

Nicht jedes PDF ist für den Druck geeignet. Es gibt verschiedene Arten die je einen andern Zweck erfüllen, z.B. zur Vorschau oder als Bildschirmpräsentation. Die PDF-Speicherfunktionen von Microsoft Word oder Mac OS X reichen nicht für ein hochauflösendes Druckergebnis aus. Gängige Office-Programme komprimieren die Bilder auf 200 dpi. Für einen hochwertigen und brillianten Druck werden mindestens 300 dpi benötigt.

Ein druckfertiges PDF zu erstellen ist nicht schwierig und abhängig vom Anwendungsprogramm mit den festgelegten Einstellungen. Farbraum, Anschnitt und das Setzen der Schnitt- und Passmarken sind Exporteinstellungen, die vorher beachtet werden müssen. Häufig werden dazu Grafikprogramme wie Adobe InDesign und Photoshop oder auch CorelDRAW verwendet.

Wie vermeide ich Farbabweichungen?

Für den Druck wird der CMYK-Farbraum benötigt (den Unterschied zwischen CMYK und RGB erfahren Sie hier). Unsere Empfehlung ist, die Datei nicht einfach nur als PDF sondern als PDF/X–1a zu exportieren. PDF/X–1a ist eine ISO-Norm, sie kann nur Farben im CMYK-Modus und Sonderfarben wiedergeben. Dennoch sollten Bilder im CMYK-Modus in die Datei eingepflegt werden, um nachträgliche Farbabweichungen zu vermeiden. Damit die Farben originalgetreu wiedergegeben werden, wird ein Farbprofil (FOGRA Coated oder ISO Coated) zusätzlich in das PDF mit eingebettet.

Schnittmarken und Beschnitt

Die Größe des Dokumentes wird schon beim Erstellen einer neuen Datei festgelegt. Beim Arbeiten im Dokument sollte darauf geachtet werden, dass randabfallende Objekte ca. 2 mm über den Rand hinaus geschoben werden, um später beim Exportieren im Unterpunkt „Anschnitt und Marken“ zusätzliche 2 mm hinzuzugeben. Das ist wichtig, um sogenannte „Blitzer“ zu vermeiden. Bei kleineren Dokumenten ab DIN A6 schneiden wir nicht mehr automatisiert und benötigen die Schnittmarken.

Besondere Schriften

Schriften, die an einem anderen Computer nicht installiert sind, werden in einem PDF durch eine andere ersetzt. Um das zu vermeiden kann die Schrift vorher schon eingebettet oder in Kurven umgewandelt werden.

Fazit

Um aus einem Dokument eine druckfertige PDF zu erstellen, gibt es einige Dinge zu beachten. Die wichtigsten sind noch einmal in der Checkliste zusammengefasst.

Checkliste zur PDF-Erstellung

  • alle Bilder in CMYK abspeichern
  • als PDF/X–1a exportieren
  • Schriften einbetten
  • 2 mm Anschnitt hinzufügen und Schnittmarken setzen
  • Farbprofil einstellen
Clemens Bietz ist ausgebildeter Mediengestalter und seit 2009 bei Digitaldruck Kruse. Er ist verantwortlich für die Bereiche Kleinformatdruck, Gestaltung und Drucktechnik.