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Typen … Typo … Typografie

Typen … Typo … Typografie
Bild eines hölzernen Setzkasten

Typen … Typo … Typografie

Seit der Mensch das Denken für sich entdeckte, hat er auch das Bedürfnis seine Gedanken anderen Menschen mitzuteilen. Sei es verbal oder in bildlicher Form. Die ersten Zeugnisse dieser Mitteilungen finden wir heute noch in Höhlen in schöner, malerischer Form bzw. in Symbolen, die ausdrücken sollten, was dem Menschen in diesem Moment wichtig war.

Aus diesen symbolhaften Darstellungen entwickelte sich über tausende von Jahren unsere Schrift. Die ersten, noch recht bildhaften Formen kennen wir als Hieroglyphen aus Ägypten. Auch in anderen Regionen wurden ähnliche, als Piktogramme bekannte, Darstellungen verwendet.

Doch ganze Listen und wichtige Mitteilungen als Bilder zu zeichnen bzw. in Tafeln zu meißeln, war mit der Zeit zu aufwendig und machte sehr viel Arbeit. So wurden die Symbole im Laufe der Zeit immer einfacher und abstrakter. Besonders gut lässt sich diese Abstrahierung der Schriftentwicklung im Lauf der Jahrhunderte auf den Keilschrifttontafeln der Sumerer nachvollziehen: Während die ersten Täfelchen noch erkennbar bildliche Figuren und Zeichen aufwiesen, wurden sie im Verlauf ihrer weiteren Entwicklung von immer abstrakteren Keilzeichen verdrängt, bis sie in der Zeit des assyrischen Großreichs im ersten Jahrtausend vor Christus kaum mehr Ähnlichkeit mit ihren bildlichen Vorläufern besaßen.

Im Jahr 1500 vor Christus kam es in Ugarit an der syrischen Küste zu einer Verschmelzung mehrerer regionaler Schriftarten, die zu einer Revolution innerhalb der Entwicklung der Schrift führte: die Erfindung des Alphabets. Sie beruht auch auf der Erkenntnis, dass die Sprache ein System aus nur wenigen Lauten darstellt, die aber in immer neuen Kombinationen die vollständige Fülle eines sprachlichen Wortschatzes wiedergeben können. Mit nur 26 Buchstaben etwa lassen sich alle Wörter der deutschen Sprache niederschreiben.

Soweit der historische Hintergrund unserer Schriftentwicklung. Was aber verstehen wir nun genau unter Typografie? Im ursprünglichen Sinne der Renaissance umfasst dieser Begriff sämtliche Bereiche der »Buchdruckerkunst«, vom konkreten Druckschriftentwurf (Typometrie) über den Letternguss und die verschiedenen Methoden zur drucktechnischen Schriftvervielfältigung bis hin zur formalen Gestaltung von Druckwerken.

Als der Erfinder der Typografie schlechthin gilt der Mainzer Johannes Gutenberg (um 1400 bis 1468). Durch seine geniale Entwicklung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern (etwa 1440), revolutionierte er grundlegend den bis dahin 6500jährigen elitären Schriftgebrauch. Von nun an konnten Ideen und Wissen maschinell vervielfältigt werden und sie verbreiteten sich dadurch rasend schnell. Somit waren sie auch der breiten Masse in der Bevölkerung zugänglich.

Heute können wir auf eine enorme Vielzahl an Schriftarten zurückgreifen, grafische und verschnörkelte, Schreibschriften, Kalligraphieschriften und noch eine Menge mehr. Für jeden Geschmack und Anlass findet sich die richtige »Type«.

Ulrike Harschlag ist gelernte Mediengestalterin und seit 2015 als solche bei Digitaldruck Kruse tätig.

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