RGB vs. CMYK

RGB vs. CMYK
RGB vs. CMYK

RGB oder CMYK – Warum ist das wichtig?

Die meisten von uns würden Tageslicht wahrscheinlich einfach als weiß bezeichnen. Dabei ist uns nicht bewusst: Dieses Licht besteht eigentlich aus Farben. Manchmal können wir die Farbvielfalt nur erahnen, wenn wir zum Beispiel einen Regenbogen sehen. Aber was hat das nun mit einer Druckerei zu tun?
Im Folgenden wird verdeutlicht, worin genau der Unterschied zwischen dem sogenannten RGB– und CMYK-Modus besteht und warum die verschiedenen Modi so wichtig für die Druckerei sind.

Der RGB-Farbraum

Rot, Grün und Blau – aus diesen drei Farben setzt sich der RGB-Farbraum zusammen. Es sind sogenannte Lichtfarben, weil die Farbwahrnehmung durch das Mischen von Licht entsteht, wie auch beim bereits erwähnten Tageslicht. Durch entsprechende Mischverhältnisse ergeben sich etwa 16,8 Millionen Farbnuancen. Man spricht hier auch von einem additiven Farbmodell. Das heißt, je mehr Farbe eingesetzt wird, desto heller wird das Bild. Setzt man also alle drei Grundfarben zu 100 Prozent ein, entsteht weiß.

Der CMYK-Farbraum

Beim CMYK-System handelt es sich hingegen um ein subtraktives Farbmodell: wenn man Cyan, Magenta, Yellow und BlacK zu 100 Prozent einsetzt, entsteht dann nicht weiß, sondern schwarz. Theoretisch sind im CMYK-Farbraum über 4 Milliarden Farben möglich. Allerdings können nur viel weniger Farben am Bildschirm angezeigt oder gedruckt werden. Der CMYK-Farbraum ist tatsächlich kleiner als der RGB-Farbraum.

Und genau hier liegt die Herausforderung bei der Erstellung von Druckdaten. Fotos, Bilder und andere Elemente sind meistens in RGB angelegt. Für den Druck müssen diese aber in CMYK umgewandelt werden. Da nicht alle Farben eins zu eins von RGB in CMYK übernommen werden können, kommt es leider sehr oft zu Farbabweichungen. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, arbeiten Sie immer im CMYK-Farbraum. Legen Sie also die Druckdaten im Layoutprogramm in CMYK an und achten Sie darauf, dass Bilder beim Exportieren umgewandelt werden. So können wir als Druckerei ein optimales Ergebnis gewährleisten.

Foto: Chris Glass

Ulrike Harschlag ist gelernte Mediengestalterin und seit 2015 als solche bei Digitaldruck Kruse tätig.